Prevail of Swollen Members - Interview

31.03.2007
Prevail of Swollen Members

From The Heart & From The Soul

So, da waren wir nun unterwegs beim "Line-up des Jahres" und warteten auf unser Interview, während Sub es sich im Pressegraben beim fotografieren bequem machte, frönte ich dem Alkohol.

Gegen 3 Uhr  gab es dann doch ein Ok zum Interview, leider "nur" mit Prevail, da Mad Child und Rob schon völlig weggetreten in Richtung Hotel verschwunden waren. Im Backstage angekommen, stellte sich Prevail als einer der entspanntesten Interview Partner raus, den man haben kann.

Aber lest selbst:

Delicious: Prevail, ihr seid seit langem mal wieder in Deutschland, was waren eure Erfahrungen mit den deutschen Fans? Denn wie du vielleicht weißt, kennen euch in Deutschland nur die wirklichen Kenner.

Prevail: Ey, heute Nacht in Münster und letzte Nacht in Berlin waren "fuckin awsome",  wie du schon sagst, wir waren lange nicht hier, und umso schöner ist es zu sehen, wie alle Heads trotzdem alles verfolgen von "Balance“, "Bad Dreams", "Monsters In The Closet" über "Heavy" bis zu "Black Magic" und daher gibt es uns das Gefühl, dass das unsere Möglichkeit ist, das Swollen Members Movement weltweit zu etablieren.

Delicious: Was kannst du mir über eure Erfahrungen im Rapgame erzählen, ihr seid aus Kanada und habt sowohl mit U.S. Acts als auch mit europäischen Acts zusammen gearbeitet:

Prevail: JA, wir haben mit DJ Vadim gearbeitet und auch mit Killa Kela...

Delicious: Killa Kela is da Bomb!!!

Prevail: Ja man, "Killa Kela is smashin it man!" Ich erinnere mich, wie er zu mir sagte: "eines Tages werde ich der Nummer 1 Beatboxer auf der Welt sein" und 5 oder 6 Jahre später ist sein Name wirklich JEDEM ein Begriff, das ist wirklich schön. Er hat das Beispiel gegeben, wenn man nur hart genug arbeitet, schafft man es mit ehrlicher Qualität. Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch Shout Outs an Mudd Fam und  Skinny Man rausschicken. Das sind alles Leute aus der Alten Zeit, bei denen es mich immer wieder freut , zu sehen, dass sie immer noch Musik machen und Hip Hop lieben.

Delicious: Zurück zum Rapgame in den Staaten, was ist dein Eindruck von der momentanen Entwicklung?

Prevail: Yo, HipHop hat wieder einen coolen Status, meiner Meinung nach! Es geht wieder um Skills. die Vitalität der HipHop Kultur steht wieder im Vordergrund. Er zeigt immer noch seine Wurzeln im Jazz im Soul, im Funk sogar im Rock n Roll, aber definiert sich immer noch neu, und darum geht es in jeder Musikform: seinen Wurzeln treu bleiben, aber sich dennoch immer wieder neu definieren. (Anm. d. Red. : Ist Kanada so weit weg von den vereinigten Staaten?!?)

Delicious: Erzähl uns doch als nächstes ein bisschen über euer neues Album "Black Magic" Wie seid ihr da heran gegangen, wie lange habt ihr gebraucht, und was ist der dominierende Faktor , der DIESES Album von den anderen unterscheidet?

Prevail: Als Swollen Members im gesamten haben wir locker 2 Jahre gebraucht, um das Album aufzunehmen, wir wollten diesmal wirklich auf jedes Detail achten. Wir hatten das erste Mal die Gelegenheit Live Instrumente einzubringen, also konnten wir alles abstimmen vom Sänger über den Pianisten bis zur sporadisch eingesetzten Flöte, und wir hatten wirklich viel Spaß dabei, LIVE MUSIK zu machen.

Es ist halt wirklich ein Unterschied, ob du dir die Beats zusammen sampelst, oder dir Leute holst, die die Sachen so einspielen wie Du sie brauchst. Wir haben viele Hochs und Tiefs zusammen durchgestanden, aber in diesem Album kann ich und kann ich für Mad und Rob sagen, haben wir uns echt verwirklicht, dieses Ding ist wirklich "from the heart and from the soul"

Delicious: Wo Du gerade auf die Liveinstrumentierung zu sprechen kommst, gibt es da einen Bezug zu Carlos Santanas Album, das sich immerhin auch Black Magic Woman nannte? Ich meine , Die Art und Weise, wie ihr dieses Album gemacht habt, lässt ja darauf schließen.

Prevail: *lacht* Hey Carlos Santana, Props, er ist eine Legende, Black Magic Woman ist ein großartiger Song aber nein, es ist einfach so, dass Black Magic der erste Song war, den wir für das Album aufgenommen haben, Und der hat eben den Ton angegeben, wir wollten zurück zu unserem ursprünglichen Style, um die hellen und dunklen Aspekte des Lebens über experimentelle Beats zu zeichnen unter Verwendung abstrakter Lyrik.


Danke Prevail, das wärs schon bis auf.... (Dalmar holt den Zettel für die Shout Outs raus) 

Prevail lacht laut, und kickt die Shout Outs...

Interview: Dalmar Khalif
Fotos: Markus Rödder


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