Seitein paar Wochen ist euer Album „2ltaim-4sumaksion“ draussen. Seit wann habt ihr geplant dieses Album zu machen?
Nimble: Vor etwa 2 Jahren haben wir angefangen Tracks aufzunehmen. Immer mit
der Absicht ein Demo zu machen, um gemeinsam auftreten zu können. Irgendwann
hatten wir so viele Tracks zusammen, dass wir es nicht mehr als Demo behandeln
wollten.
Bruno: Wir wollten eigentlich nur ein Demo mit sechs ausgesuchten Tracks machen.
Plötzlich kamen immer mehr Bekannte auf uns zu und erwähnten immer
wieder, dass es doch allein vom Klang & der Qualität (Gott segne Swift´s
Kopf & seine Hände) nicht in Ordnung wäre, diese so genannte
Demo Cd so zu betiteln und dadurch zu beleidigen .Wir haben uns von den Leuten
schließlich breitschlagen lassen und ca. vor nem halben Jahr alles noch
mal überdacht, vier Tracks dazugepackt, ein schönes Cover gemacht
und 2LTAIM-4SUMAKTION draufdrucken lassen.
Habt ihr versucht nach einem bestimmten Konzept zu arbeiten, habt ihr versucht bei der Produktion einem „roten Faden“ zu verfolgen?
Swift: Roter Faden ist so ne Sache, verfolgt hab ich ihn für meinen Teil
nicht.
Bruno: Keiner von uns eigentlich .Aber wenn es so was wie ‚einen roten
Faden gab, dann war es so viele verschiedene Seiten wie möglich von uns
zu präsentieren.
Swift: Da jeder ja doch irgendwie immer ein bisschen seinen eigenen Stil mitbringt
ist er natürlich am Ende doch, wenn auch unbewusst, verfolgt worden. Und
siehe da: alles klingt nach 2ltaim.
Nimble: Wir haben ja auch eine Menge Stücke aufgenommen. Die, die uns
am besten gefallen haben sind dann später auf „4SUMAKSION“ gelandet.
Wie sind die meisten Songs entstanden und wie war eure Arbeitsweise?
Swift: Es gibt zwei Wege. Entweder Leg ich einen Beat vor, und Pogy und Bruno Schreiben dazu was. Oder aber Die Text- bzw. Songidee kommt von den Jungs und ich gehe Beat-mäßig drauf ein. Bei beiden Wegen kommt am Ende ein gutes Stück um die Ecke!
Ihr seid vor 2ltaim schon länger unterwegs gewesen als Einzelkünstler. Wie kam es denn dann zu dieser Vereinigung?
Nimble: Poga und ich waren lange vor 2LTAIM! befreundet. Ich habe die Anfäge
von Ihm mitbekommen und er meine. Da lag es doch nahe irgendwann zusammen zu
kommen. Bruno stieß dann etwas später nach einer Kollabo mit Poga
bei Amaze dazu.
Poga: Auch mit Swift verbindet mich eine langjährige Freundschaft, also
haben wir ihn mal in Hamburg besucht um ein paar Tracks aufzunehmen. Wir hatten
eine Menge Spaß und es sind dabei auch hervorragende Tracks entstanden.
Na ja, und dann waren wir auf einmal zu viert.
Was war euch beim schreiben der Texte besonders wichtig?
Poga: Es kommt eigentlich auf drei Dinge an: Als erstes der Flow. Wenn der Flow scheiße ist, ist der Rap auch scheiße. Dann sind da noch die Reime, man muss nicht zwingend die abgefahrendsten am Start haben, aber sollte sich auch nicht bei schon gehörtem bedienen, sonst läuft man Gefahr sich nicht von der Masse abzuheben. Ganz wichtig sind die Bilder und Vergleiche die man benutzt, diese spiegeln oft eigene Erfahrungen und Sichtweisen wieder. Aber letztendlich ist das sowieso alles egal, it´s mostly the voice…
Was war euch beim produzieren der Beats besonders wichtig?
Swift: Die Beats müssen mit den Rappern harmonieren. Ob schmoov oder funky – der 2ltaim flavor muß vorhanden sein!
Denkt ihr, dass ihr in eurer Musik einen ganz eigenen Stil habt? Bzw. glaubt ihr daß es einen typischen 2ltaim Sound gibt?
Poga: Klar gibt´s den 2ltaim-Sound, es gibt ja, dank Nimble, sogar den
2ltaim-look. Alleine die Tatsache das unsere Stimmen unterschiedlicher nicht
seien könnten aber trotzdem sehr gut miteinander harmonieren macht unseren
Sound einmalig.
Nimble: Nicht zu vergessen, unsere Beats sind steil programmiert und dick aufgepumpt.
Das ist doch schon mal ein guter Wiedererkennungswert.
Swift: Außerdem haben die Jungs ein gutes Händchen für Hooks.
Welcher Song auf eurem Album gefällt euch persönlich am
besten und warum?
(Bitte jeder einzeln antworten)
Swift: Sugababe – ich steh’ auf suga babes!
Nimble: Flexfit! Die Jungs sind super und die Gitarre ist die Macht. Allerdings
ist „Nutze jede Chance“ auch hoch im Kurs. Go Franzi!
Poga: Mein Favorit ist eindeutig Gangsterboogie. Ein Brett von einem Beat vereint
mit Weltklasse-Hook.
Bruno: Wollennurrappen-Fetter Beat, die Percusions sind der Hammer- wer will
da nicht nur rappen?!
Beim hören eures Albums fällt auf, dass der „Spass“ sehr
im Vordergrund steht. Es wird viel „geflext“, die Beats sind recht
funky und Partylastig… Habt ihr bewusst diese Richtung eingeschlagen?
Swift: Ne, das ist bei uns so. Jeder ist auf seine eigene Art funky. Funky
und funky ergibt wieder funky!
Nimble: Ganz Deiner Meinung!
Poga: Funky 4 plus none! Wenn wir zusammen sind lachen wir viel, dass spiegelt
sich natürlich auch in unserer Musik wieder, aber wir sind weit davon
entfernt irgendwelche Fun-rapper oder ne andere Art von Kasper zu sein.
Bruno: Natürlich sind wir keine Kasper. Chaotisch?.. Manchmal… Aber
so aus Spaß rappende Kasper? Gibt’s genug - Nein! Spätestens
wenn man sich „An meine Jungs“ anhört, checkt jeder, daß uns
außer Kohle, Ladies und Party auch noch andere Sachen beschäftigen.
Hattet ihr 4 immer relativ gleiche Vorstellungen wie sich etwas anhören soll, oder gab es während der Produktion Schwierigkeiten jeden Geschmack zu berücksichtigen?
Swift: Schwierigkeiten nein, aber klar gibt’s schon mal mehrere Meinungen die dann (friedlich) vereint werden. Ist ja auch gut für das Produkt.
Ihr macht in eurem Albumcover so eine Andeutung, wie ihr mit eurer Feature-Sängerin Franziska in Kontakt gekommen seid… Erzählt mal!
Swift: Erzähl ma’ Nimble, wie war das nochmal?
Nimble: Ja also... Der Swift und der Nimble, die hatten eines Abends etwas
Durst. So beschlossen Sie, diesen am nahegelegenen Hamburger Kiez zu stillen.
Poga: Bruno und ich sind, ganz vorbildlich, schon zeitig schlafen gegangen
um am nächsten Tag fit zu seien, während die beiden bis früh
morgens zechend um die Häuser gezogen sind. Nimble; Wie auch immer, die
zwei Freunde trafen sich dort mit einer Bekannten von Swift und Ihrer Freundin
die ebenfalls durstig waren. Man unterhielt sich nett und verabredete sich
für den nächsten Tag. Am anderen morgen trafen sich die Helden des
Vorabends, mit einem Riesen Helm auf dem Kopf, bei Swift zum Katerfühstück.
Rainer, der alte Roadsrunner, spielte in guter Sonntagsmartiné-tradition
ein hervoragendes Barpiano und Franziska sang liebreizend, wenn auch stark
erkältungs- und Kater geschwächt, Ihren Part ein.
Habt ihr noch sonstige Projekte am laufen, wie geht es denn mit 2ltaim jetzt weiter?
Felix: Ich leg nach wie vor viel auf. Funk, Disco, HipHop und House. Und demnachst
erscheint mein neuester Release „The Felix Wenzel E.P.“ auf Underground
Solution Records. Disco-House-Deluxe! Checkt: www.wenzelvibes.com
Nimble: Ich lege auch noch auf (Booking auf www.2ltaim.de) und plane mit 2LTAIM!
die nächsten Sachen...
Poga: Die da zum Beispiel wären:
Ein ,schon lange anstehendes, Lazy Youth-Feature, noch ein paar Stücke
mit Franziska, Rainer legt auch noch den einen oder anderen Rhodestop ein und
möglichst viele Live-auftritte, Außerdem planen Nimble und Swift
ein gemeinsames Mixtape bzw. eine Mix-CD. Und das nächste 2ltaim Werk
lässt bestimmt auch nicht mehr so lange auf sich warten.
So wie es aussieht werde ich mit mindestens einem Stück auf dem Paul-Fiction-album
vertreten sein, aber das wird wohl erst 2005 was. Bruno und ich werden wahrscheinlich
das im Frühjahr 2005 erscheinende Jiggy Pimps Mixtape hosten und wohl
auch ein paar Exclusives beisteuern.
Bruno: Mehr wird vorerst nicht verraten. Checkt immer wieder mal 2ltaim.de-
dann wisst ihr was geht.
Was habt ihr euch noch vorgenommen, gibt es etwas bestimmtes was ihr
erreichen wollt oder eine Zielsetzung auch für die Zukunft?
Felix: Auf’m Teppich bleiben und trotzdem nach oben kommen!
Nimble: Wir wollen Musik machen, die uns allen etwas gibt. Wir planen einige
Dinge mit Liveband und ansonsten: Make money, money – go shopping!
Poga: Soviel gute Musik machen dass niemand mehr Bock auf schlechte hat!
Bruno: Momentan sehe ich Soundmachen aufgrund von Cash und somit auch Zeitmangel
als Teilzeitjob- Ein Vollzeitjob wär aber richtig cool , weist wie ich
mein?!
Man hat verdammt lange nichts mehr von Münsteraner Rap bzw. Hip Hop Acts gehört. Ihr seid so zusagen die „Pioniere“ die ein Lebenszeichen senden. Wie seht ihr euren Standpunkt?
Bruno: Es gibt einige gute Rapper & Crews in Münster –Wir kennen
viele, doch nicht alle haben den Ehrgeiz ihr Ding bis zum Schluss durchzuziehen.
Für uns ist es sicherlich auch nicht einfach, Job, Freundin, Musik und
Freunde unter einen Hut zu kriegen. Aber man tut was man kann. Ich bin mir
sicher, daß es in nächster Zukunft mehr aus Münster geben
wird…spätestens wenn unsere neuen Sachen fertig sind…
2ltaim: Danke fürs Interview



